Geschichte

Gedeon Richter

Die Geschichte des Unternehmens Gedeon Richter reicht bis 1901 zurück. In diesem Jahr erwarb der Apotheker Gedeon Richter die Sas Apotheke, die noch heute in Betrieb und im Besitz des Unternehmens ist. Mit der Gründung des Labors der Apotheke legte Gedeon Richter nicht nur den Grundstein für das gleichnamige Unternehmen, sondern auch für die gesamte pharmazeutische Industrie in Ungarn.

1901 bis Ende der 1940er Jahre: ungebremstes Wachstum

In den ersten Jahren lag der Schwerpunkt der Tätigkeiten des Labors in der Herstellung von organo-therapeutischen Präparaten mit Extrakten aus tierischen Organen. Die harte Arbeit und großen Anstrengungen zahlten sich aus, so dass im Jahr 1907 das schnell wachsende Unternehmen seine Produktion in eine neu gebaute Fabrik im Budapester Bezirk K?bánya verlegen konnte. Die ersten dort hergestellten Medikamente waren ein Desinfektions- sowie fiebersenkende und schmerzstillende Mittel. Das berühmteste unter ihnen ist Kalmopyrin (Acetylsalicylsäure), das noch heute verwendet wird.

Im Jahr 1923 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und firmierte fortan unter Gedeon Richter Chemical Works. Der Erfolg des Unternehmens beruhte auf seiner herausragenden Expertise und seinem großen Innovationsstreben in der Forschung und Entwicklung. So gehörte das Unternehmen zu den ersten Firmen in Europa, die Insulin produzierten. Darüber hinaus verfügte Gedeon Richter Chemical Works bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges über fast 100 Arzneimittel. Zwischen den beiden Weltkriegen besaß der Konzern zehn Tochtergesellschaften, 40 Auslandsrepräsentanzen und Vertretungen in allen Kontinenten der Welt. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, war das Unternehmen einer der größten Exporteure in Ungarn.

1950 bis heute: vom größten Exporteur in Ungarn zum Weltkonzern

Der Zweite Weltkrieg bremste jedoch das bis dahin ungebrochene Unternehmenswachstum. Nach dem Krieg verlor der Konzern seine Exportmärkte und Tochtergesellschaften in Westeuropa und orientierte sich in der Folge nach Osten. Ab den frühen 1950er Jahren begann Gedeon Richter verstärkt originäre Arzneistoffe zu erforschen und nahm die Polypeptidforschung sowie die Entwicklung von Herstellungsprozessen für verschiedene Steroidderivate auf. Im Jahr 1948 wurde das Unternehmen verstaatlicht und firmierte fortan unter K?bánya Pharmaceutical Company. Sein größter Erfolg zur damaligen Zeit beruhte auf der eigenen Herstellung von Vitamin B12. Dieses Präparat machte das Unternehmen zu einem wichtigen Akteur im Weltmarkt. Es war in den 1960er Jahren der führende Anbieter in der Sowjetunion. In den 1970er Jahren verzeichnete das Unternehmen einen stetigen Anstieg seiner Exporte in den Westen.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erweiterte das Unternehmen seine Aktivitäten. Durch seine jahrzehntelange Erfahrung in der pharmazeutischen Herstellung konnte es seine Produktpalette mit der pflanzlichen Produktlinie Richtofit und einer Kosmetiklinie unter dem Markennamen Fabulon ausbauen. 1966 wurde das erste eigene orale Kontrazeptivum, Infecundin, auf den Markt gebracht. Cavinton, das erste Arzneimittel, das die Blutzirkulation im Gehirn verbessert, kam im Jahr 1977 auf den Markt und war ein weltweiter Erfolg. Seitdem ist es eines der bekanntesten Produkte des Unternehmens.
Das staatliche Unternehmen wurde in den 1980er Jahren wieder in Gedeon Richter umbenannt und im Zuge der Privatisierung im Jahr 1990 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Der politische und sozioökonomische Wandel der 1990er Jahre wirkte sich auch auf Gedeon Richter aus. So musste die Gesellschaft Verluste verzeichnen. Aus diesem Grund begann das Unternehmen, sich wieder vorrangig auf pharmazeutische Humanpräparate zu konzentrieren. Im Jahr 1992 läutete das neue Management unter der Leitung von Erik Bogsch strategisch eine neue Ära ein. Die Namensaktien des Konzerns wurden 1994 an der Budapester Börse eingeführt. Dank seinem einzigartigen Knowhow und seinen hervorragenden Mitarbeitern und Führungskräften war das Unternehmen Gedeon Richter in der Lage, den historischen Umbrüchen des zwanzigsten Jahrhunderts erfolgreich zu begegnen.

Gedeon Richter hat nicht nur seine bedeutende Stellung im ungarischen Markt halten können, sondern sich auch zum führenden Pharmaunternehmen in Mittel- und Osteuropa entwickelt. Zugleich konnte das Unternehmen seinen Einfluss in den Märkten der GUS-Staaten, der Europäischen Union, Japan, China und den Vereinigten Staaten wesentlich steigern. Gedeon Richter ist heute in mehr als 38 Ländern mit fünf Produktionsstätten, 29 Repräsentanzen und 38 Vertriebsgesellschaften und Großhandelsunternehmen vertreten.


Das Hauptziel des Unternehmens ist seit jeher die kontinuierliche Entwicklung seines Produktportfolios, um innovative und herausragende Produkte zu erschwinglichen Preisen anzubieten.

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