Verhütung individuell

Heutzutage gibt es eine ganze Reihe von Verhütungsmethoden, die fast alle sehr sicher sind.
Sie weisen unterschiedliche Vor- und Nachteile auf, die jede Frau individuell für sich abwägen muss.
Die ideale Verhütungsmethode kann daher bei verschiedenen Frauen, je nach ihren spezifischen Bedürfnissen, sehr unterschiedlich aussehen…

Spermizide – Mit Salben, Gelen und Sprays verhüten
Spermizide sind chemische Verhütungsmittel. Ihr Hauptbestandteil ist zumeist der Wirkstoff Nonoxynol, seltener aber auch Milchsäure, Borsäure oder Salicylsäure. Alle Wirkstoffe sorgen dafür, dass die Samenzellen die Eizelle nicht mehr befruchten können: Entweder werden die Samenzellen abgetötet bzw. gelähmt, oder vor dem Muttermund bildet sich eine Barriere, die die Samenzellen nicht durchdringen können. Einige Präparate kombinieren auch mehrere Wirkungsweisen.
Spermizide gibt es in unterschiedlichsten Formen: Als Salbe, Gel, Zäpfchen, Schaum oder Spray. Sie werden vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt. Spermizide sollten niemals allein angewendet werden, da sie vergleichsweise unsicher sind. In Kombination mit mechanischen Verhütungsmitteln wie Kondomen, Pessaren oder Portiokappen führen sie allerdings zu einer deutlichen Steigerung der Wirksamkeit.
Quellen:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.familienplanung.de,
Abruf: 27.11.2009)
pro familia e.V. (www.profamilia.de, Abruf: 27.11.2009)
Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.: Empfängnisverhütung - Familienplanung in Deutschland. Stand 08/2008
Johannes Bitzer, Kontrazeption - von den Grundlagen zur Praxis, Thieme, 1. Auflage 2010



