Wirkstoffe und Wirkung

Die "Pille danach" ist mit zwei unterschiedlichen Wirkstoffen erhältlich: Zum einen gibt es sie mit dem Hormon Levonorgestrel, das in vielen oralen hormonellen Verhütungsmitteln enthalten ist. Mithilfe des Levonorgestrels kann die Freisetzung einer Eizelle aus dem Eierstock verzögert oder der Eisprung ganz verhindert werden. Der andere Wirkstoff ist Ulipristalacetat. Die Hauptwirkung von Ulipristalacetat soll ebenfalls den Eisprung unterdrücken bzw. verschieben. Im Gegensatz zu der als regulärer Verhütungsmethode angewendeten Pille ist die Notfall-Pille höher dosiert.

Bei beiden Wirkstoffen ist wichtig, dass die Einnahme so schnell wie möglich nach der Verhütungspanne erfolgt. Je schneller die "Pille danach" eingenommen wird, desto höher ist die Chance, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Levonorgestrel ist bis 72 Stunden, Ulipristalacetat bis 120 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr zugelassen. Sollte der ungeschützte Geschlechtsverkehr mehr als 120 Stunden (5 Tage) zurückliegen, ist die Notfall-Pille nicht mehr wirksam. Dann sollte eine Beratung bei der Frauenärztin/beim Frauenarzt erwogen und weitere Möglichkeiten besprochen werden.

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