Indikation und Anwendung

Es gibt folgende typische Situationen, in denen die "Pille danach" eingesetzt werden kann, um das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft zu verringern, nämlich bei:

  •  Unsicherheit nach der Anwendung von natürlichen Verhütungsmethoden wie Coitus interruptus (lat. coitus "Geschlechtsverkehr" und interruptus "unterbrochen") oder der Kalendermethode
  • Versagen der sonst üblichen Verhütung (verrutschtes Diaphragma, geplatztes Kondom etc.)
  • Fehler bei der Anwendung der üblichen Verhütungsmethode (z.B. Einnahme der Antibabypille vergessen)
  • Vergessen der Verhütung
  • Einnahme von Medikamenten, die die Wirkung der Pille verringern können, beispielsweise Antibiotika.
Die rezeptfreie "Pille danach" ist eine Verhütung für den Notfall. Sie sollte demnach nicht als Ersatz für eine reguläre Verhütung eingesetzt werden. Auch eine Mehrfachverwendung innerhalb eines Menstruationszyklus wird nicht empfohlen, weil die Wirksamkeit nachlässt und die Wahrscheinlichkeit von Zyklusunregelmäßigkeiten zunimmt. Bei Erbrechen innerhalb von 3 Stunden nach der Einnahme muss erneut eine "Pille danach" eingenommen werden.