Behandlung


Myome gelten als gut behandelbar. Welche Behandlungsoption die Richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
  • Größe und Lage der Myome
  • Wachstum der Myome
  • Art, Stärke und Häufigkeit der Beschwerden
  • Leidensdruck
  • Alter der Patientin
  • Wünsche der Patientin nach Zeitpunkt und Art der Therapie

Bei der Behandlung von Myomen gibt es prinzipiell medikamentöse, radiologische und operative Behandlungsmöglichkeiten, wobei die konservativen Therapien als erstes eingesetzt werden sollten.

Medikamentöse Therapien

Therapiebezeichnung/Form Wirkweise Infos
SPRMs (Ulipristalacetat)

Tabletten
Der Wirkstoff wirkt direkt auf das Myom, verhindert dessen Wachstum und sorgt dafür, dass es schrumpft.

Zusätzlich wirkt er auf die Gebärmutterschleimhaut und führt zu einer abgeschwächten oder sogar ausbleibenden Monatsblutung.
  • Zusätzliche Verhütung durch Barrieremethoden wie Kondom oder Pessar erforderlich
  • Einnahme in 3-Monats-Intervallen zeitlich unbegrenzt möglich
  • Zwischen den Zyklen sollte eine Therapiepause von mindestens einer Monatsblutung liegen. Mit Einsetzen der zweiten Blutung kann mit einem neuen Therapiezyklus begonnen werden
  • Fruchtbarkeit: bleibt erhalten.
GnRH Analoga (Leuprorelin, Goserelin, Buserelin oder Triptorelin)

Spritze als Depot, Nasenspray (Buserelin)
Der Wirkstoff wirkt im Gehirn und verhindert die Ausschüttung von bestimmten Hormonen.

Dadurch hemmt er das Wachstum der Myome und sorgt für eine Größenabnahme.
Zudem werden Blutungen verringert oder gestoppt
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Entmineralisierung des Knochens
  • Erneutes Myomwachstum nach Therapie
  • Einnahme begrenzt auf 6 Monate
  • Fruchtbarkeit: bleibt erhalten.

Chirurgische Verfahren

Therapiebezeichnung/Form Wirkweise Infos
Myomenukleation

Operativer Eingriff
Myome werden operativ aus der Gebärmutter entfernt und dadurch die Beschwerden kontrolliert.
  • Wiederauftreten von Myomen
    nicht auszuschließen
  • Gefahr von Verwachsungen
    (Adhäsionen) – post-operative Risiken 
  • Fruchtbarkeit: bleibt erhalten
Hysterektomie

Operativer Eingriff

Mit der vollständigen Entfernung der Gebärmutter treten
keine Myome mehr auf. 

  • Kurzzeit- und Langzeit­komplikationen bekannt
  • Im Vergleich zu Myomenukleation: schnellerer Eingriff, weniger
    Blutverlust
  • Fruchtbarkeit: geht verloren


Invasive radiologische Verfahren

Therapiebezeichnung/Form Wirkweise Infos
Uterine Arterien-
Embolisation


Radiologische Therapie
Gezielter Verschluss der Arterien mit Gelatine- oder
Kunststoffpartikeln, die die Myome versorgen.
Dadurch werden die Myomzellen „ausgehungert“.
  • Wiederauftreten von Myomen
    nicht auszuschließen
  • Schmerzen während und nach
    der Behandlung
  • möglicher Funktionsverlust der Eierstöcke
  • sollte nicht bei bestehendem
    Kinderwunsch angewendet werden
  • Fruchtbarkeit: Erhalt nicht garantiert
MRgFUS

Radiologische Therapie

Eine gezielte Bestrahlung der Myome mit Ultraschallwellen tötet diese ab.

  • nur durch spezialisierte Radiologen
    durchführbar
  • unzureichende Langzeitdaten
  • Wiederauftreten von Myomen
    nicht auszuschließen
  • teilweise Schmerzen während der Behandlung
  • Fruchtbarkeit: keine ausreichenden
    Daten vorhanden

(Bitte beachten Sie, dass diese Darstellung lediglich einen Überblick über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten gibt und das Beratungsgespräch mit Ihrem Arzt nicht ersetzen kann.)

Weitere Informationen zur Myom-Therapie finden Sie auf www.myom-wissen.de

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